Sonnenuntergang in Finnland

Sonnenuntergang in Finnland

Mittwoch, 11. April 2018

Alte Gedanken

Es ist lange her seit dieser Blog das letzte Mal Aufmerksamkeit erhalten hat. Aber ich weiß nie so wirklich, was ich schreiben soll. Ich habe nicht das Gefühl, dass es überhaupt jemanden interessiert. Das meiste, was ich schreibe ist vermutlich sowieso für den Großteil der Leser belanglos. Es sind einfach Dinge, die ich erlebt habe.
Okay, diese Einleitung war so auch nicht geplant. Aber meine Gedanken gehen nun mal ihren eigenen Weg.
Gerade saß ich noch im Zug auf dem Weg nach Hause und hatte mein Buch ausgelesen. Also saß ich da so und starrte aus dem Fenster. Ich weiß nicht, wieso ich auf dieses Thema gekommen bin, aber es war auf einmal einfach da.

Ich stellte mir die Frage, ob ich überhaupt fähig bin zu lieben. Oder andere extreme Gefühle wie Zorn zu empfinden. Tatsächlich kann ich mich an kein Ereignis erinnern, wo ich wirklich zornig war. Enttäuscht ja, aber nicht zornig.
Ich suchte nach einer Antwort, wieso das so war. Dabei kam mir meine Schulzeit in den Sinn. Zumindest die auf der weiterführenden Schule, in meinem Fall ein Gymnasium.
Dort wurde ich gemobbt, seit mindestens der sechsten Klasse, vielleicht auch schon in der fünften. Meine Erinnerungen daran sind nicht wirklich vorhanden.
Mit diesem Thema kam unweigerlich die Frage, warum wurde ich gemobbt?

Darüber habe ich schon öfter nachgedacht und immer wieder kamen die gleichen Dinge dabei heraus. Ich bin introvertiert und zu dem Zeitpunkt war ich auch noch schüchtern. Also gab ich von vorneherein sowieso ein gutes Ziel ab.
Dann kam hinzu, dass mir mein Aussehen recht wenig bedeutete. Auch an meine Kleidung stellte ich nur die Anforderung, dass sie bequem und praktisch sein musste. Ich trug keine Markenkleidung, hatte keine Probleme damit dreckig zu werden. Ich mochte Star Wars, Science Fiction generell, interessierte mich keinen Deut für Jungs. Ich schminkte mich nicht, trug anfangs keine Bhs, einfach weil ich flach war wie ein Brett und immer noch nicht viel habe, ich schrieb. Ich hatte Gedanken, die meine Mitschüler nicht verstanden. Vermutlich hat das alles mithineingespielt.
Von Freundinnen weiß ich, dass sie auch gemobbt wurden, tatsächlich sogar physisch. Bei mir war alles mit verbal, worüber ich im Nachhinein froh bin. Es hätte schlimmer sein können als es sowieso schon war.
Das Mobbing hörte erst während der zehnten Klasse auf, als ich irgendwie zu der Einstellung gelangte, dass es nichts falsches daran gibt, anders zu sein. Ich war einfach nur ich, war es schon immer gewesen und dafür wurde ich verurteilt.

Es heißt immer, wenn man mal arbeitet, dann sehnt man sich nach der Schulzeit zurück. Ich studiere mittlerweile im zehnten Semester und arbeite seit zwei Jahren als studentische Hilfskraft. Meine Schulzeit sehne ich mir kein bisschen zurück.
Das Mobbing wird dazu geführt haben, dass ich heute so bin wie ich bin. Ich rechne damit, dass man mich wieder nur benutzt oder beim nächstmöglichen Zeitpunkt fallen lässt. Ich versuche keine zu starken Bindungen einzugehen. Es ist ein Selbtschutz, der mich aber auch öfter hemmt. Ich habe Probleme Leuten vollends zu vertrauen. Tatsächlich habe ich nie mit jemandem darüber großartig gesprochen, dass ich gemobbt wurde. Meine Eltern wissen es nicht. Meine schlechten Schulnoten (mündliche Mitarbeit ist für schüchterne und introvertierte so ein blödes Konzept) waren für sie schon Sorge genug, da wollte ich sie nicht noch mit etwas belästigen, was einige vermutlich als belanglos und übliche Sticheleien abtun würden.

In letzter Zeit denke ich aber tatsächlich öfter darüber nach. Dann entstehen diese ganzen Wenns in meinem Kopf. Dinge, die ich sowieso nicht mehr ändern kann.
Ich habe das Mobbing die meiste Zeit ignoriert, es ausgeblendet. Bis mich eine ehemalige Freundin fragte: Du weißt schon, dass du gemobbt wirst?
Sie wusste genau, was Sache war, bekam alles mit und doch tat sie nichts um mir zu helfen. Es hatte vorher schon mit ihr Situationen gegeben, die das Vertrauen sowieso schon bröckelig gemacht hatten.
Einmal hatte ich mich mit ihr und einigen anderen zu einem Filmabend verabredet. Dieses Mal sollte er bei mir stattfinden. Also alles schön vorbereitet und dann gewartet. Um die vereinbarte Uhrzeit war niemand da. Auch eine halbe Stunde später noch nicht. Irgendwann rief ich bei ihr an, um zu erfahren, dass alle bei ihr abgesagt hatten und es keiner für nötig empfunden hatte mich zu informieren.
Ein, zwei weiterer solcher Situationen erlebte ich noch, danach waren diese Personen für mich Geschichte. Ich wollte nichts mehr mit ihnen zu tun haben.

Vermutlich ein Grund, warum ich Leuten Bescheid sage, auch wenn ich nur wenige Minuten zu spät komme. Ich möchte nicht, dass jemand anders sich so fühlen muss, wie ich mich damals.

Ein anderes Ereignis ist mir aber tatsächlich noch prägnanter im Kopf. Es war in der achten oder neunten Klasse im Bio-Sport Kurs, meinem Wahlpflichtkurs. Wir hatten einen Reck aufgebaut, mit der Stange so weit unten wie möglich. Alles war mit Weichbodenmatten ausgelegt. Im oberen Teil des Recks war noch ein Seil gespannt. Unsere Aufgabe war es mit Hilfestellung einen Handtstand auf der Stange zu machen. An sich keine schwierige Aufgabe. Der Lehrer bestimmte den Helfer und mir war von vorneherein klar, was passieren würde.
Bei allen arbeitete er zuverlässig und half aus. Dann musste der Lehrer kurz weg, während ich an der Reihe war.
Er ließ mich fallen. Und wenn ich es nicht vorher gewusst hätte, dann hätte ich mir sehr wahrscheinlich wehgetan. So konnte ich über die Schulter abrollen und kam nicht zu schaden. Der Junge lachte mich sogar noch aus, nicht laut, aber er war sichtlich darüber amüsiert. Ich beachtete ihn nicht weiter. Ich hatte gewusst, was kommen würde und war vorbereitet gewesen.

Das zeigt eigentlich schon sehr deutlich, wie sehr mein Vertrauen überhaupt schon kaputt war. Und vermutlich war ich damals überhaupt sehr viel kaputter als ich selbst weiß. Wann immer auch das Thema Mobbing bei uns an der Schule aufkam, hieß es nur: Das gibt es bei uns nicht.
Meine Klasse wurde auch gerne als die mit dem besten Klassenzusammenhalt beschrieben. Etwas, was ich gar nicht nachvollziehen kann. Vielleicht mochte es auf die Lehrer so wirken, aber wir waren im Endeffekt lauter kleine Grüppchen, die mit den anderen nichts zu tun haben wollten. Es gab auch ein Zwillingspaar in meiner Klasse, das mit einem Jungen befreundet war. Mit dem zusammen haben die ständig über alle möglichen Leute gelästert. Sobald der Junge, dann zu seinen Freunden ging, finden die Zwillinge an, über ihn zu lästern. Das taten sie aber nicht nur bei ihm, auch bei etlichen anderen aus der Klasse.

Mit einer von denen hab ich mich mal in Chemie angelegt. Die Plätze wurden vom Lehrer verteilt und ich saß neben der Quasseltante. Da ich von vorherigen Kursen schon wusste, dass es nichts brachte, sie zu bitten, doch etwas leiser zu sein oder ganz aufhören zu reden, ging ich direkt zum Lehrer und bekam einen neuen Platz. Besagte Person kam dann auf einmal zu mir und wollte wissen, was das denn solle und machte generell einen auf gute Freundin. Sie war mir egal, von daher sagte ich ihr die Meinung, was sie sichtlich aus dem Konzept brachte. Ich mochte Chemie und wollte etwas lernen und weil sie ja zu blöd war, um die Zusammenhänge zu verstehen und sich deshalb mit reden beschäftigte, sollte also meine Leistung leiden? Ich glaube, ich habe noch nie einen bösereren Blick bei einer Person gesehen. Aber ich hatte dann meine Ruhe. Und es hatte gut getan.

Weil ich weiter oben auch erwähnte, dass ich Gedanken hatte, die meine Mitschüler nicht nachvollziehen konnte: Mein Religionslehrer las einmal eine Hausaufgabe von mir vor der Klasse vor. Ich freute mich, dass er die Hausaufgabe für so gut hielt. Leider weiß ich gerade nicht mehr, was das Thema war. Auf jeden Fall hatten wir recht freie Hand und so war eine kleine Geschichte entstanden. Nach der Stunde kamen dann einige Mitschüler zu mir und fragten, wie man auf so etwas komme. Ich konnte sie nur verständnislos angucken und eher fragen als antworten: Nachdenken. Verdutzte Blicke waren die Reaktion. Aber was hatte ich erwartet von Leuten, die sich darüber profilieren, dass sie andere fertig machen?

Ich habe keine Ahnung, wohin dieser Text führt, oder was die Grundaussage davon ist. Ich hatte einfach das Bedürfnis es niederzuschreiben.
Tatsächlich fühle ich mich gerade wie Jacen Solo aus den Star Wars Legends Büchern. Ins Besondere in der ‚Das Erbe der Jedi-Ritter‘ Reihe ist er auf der Suche nach sich selbst. Er weiß noch nicht, was er von sich erwartet oder wie er sein will. In letzter Zeit habe ich mich selbst häufiger so gefühlt. Als hätte ich mich noch nicht gänzlich gefunden. Wer weiß, wie lange ich noch brauchen werde. Wer weiß, wohin mich mein Weg führt.
Ich weiß nur, er wird mich verändern.

Montag, 27. Februar 2017

Nur eine Richtung

So viele Gedanken in meinem Kopf.
Sie kreisen und finden einfach keine Ruhe.
Sie halten mich wach, lenken mich ab.
Ich weiß nicht, was ich tun soll.
Ihnen nachzugeben wäre falsch.
Aber es nicht zu tun fühlt sich auch nicht richtig an.
Egal was ich tue, einer Person wird es immer wehtun.

Ich weiß nicht, was ich denken soll.
Immer wieder kommen meine Gedanken zu diesem Thema zurück.
Jeder Versuch der Ablenkung scheitert, früher oder später.
Es ist zum verrückt werden.
Ich bin so durcheinander.
Ich weiß, was ich am liebsten tun würde, aber ich kann nicht.

Montag, 11. Juli 2016

Erfahrungswerte

Jede unserer Entscheidungen hat Konsequenzen - egal ob kurz- oder langfristig.
Manche Entscheidungen treffen wir einfach so aus dem Bauch heraus, über andere denken wir hingegen tage-, wenn nicht sogar wochen- oder monatelang nach.
Natürlich kann es aber auch passieren, dass uns Entscheidungen richtig erscheinen, wenn wir sie treffen und später merken wir dann, dass es doch nicht so gut war.
Fehler machen gehört zum Leben dazu wie das Atmen, ebenso das Gefühl, am liebsten manches ungeschehen zu machen.
Das bittersüße Gefühl des 'was wäre wenn' ...

Dienstag, 19. April 2016

Zurück zu den Anfängen



Seit Mitte 2009 bin ich auf FanFiktion.de angemeldet. In der Zeit hat sich ein paar Mal mein Nickname geändert. Begonnen habe ich als Kessandra Yates, dem Namen eines OCs für eine Stargate Atlantis FF, die ich aber nie geschrieben habe. Dann wurde es Sakura D. Lie, als ich immer mehr One Piece für mich entdeckte.

Meine allererste FanFiktion war zu Star Trek und wurde nie hochgeladen. Sie entstand 2007 und bis 2013 habe ich immer mal wieder daran geschrieben. Wenn ich sie heute noch einmal durchlese, dann muss ich zwar permanent lächeln, aber meinen Anforderungen würde sie nicht auch nur ansatzweise entsprechen. Überarbeiten werde ich sie aber nicht, da es einfach mein erstes größeres Werk ist und ich im Endeffekt alles neu schreiben müsste, bis hin zu Handlungsträngen. Da ist es einfacher sie einfach so zu lassen.
Als ich diese Geschichte schrieb, hatte ich noch keine Ahnung, dass man so etwas FanFiktion nannte.
Selbst als ich dann FanFiktion.de entdeckte war mir noch nicht so ganz klar, was das genau ist. Ich hatte es anfangs einfach für den Namen der Seite gehalten und nicht im Speziellen auf das Geschreibsel bezogen.

Im Star Trek und Stargate Bereich blieb ich aber auch nicht sonderlich lange. Ende 2009 entdeckte ich One Piece für mich – und damit begann dann wirklich das Abenteuer FanFiktion für mich.
Noch immer liebe ich One Piece sehr. Der erste Anime und später auch Manga den ich intensiv verfolgt habe. Ich liebe die Charaktere, ihre Dynamik, die Grundidee, vor allem die Teufelsfrüchte. Es machte und macht immer noch Spaß beim Lesen und Gucken.

2011 hatte ich kurzzeitig einen Flash von Merlin – Die neuen Abenteuer. Ich mag die Serie auch jetzt noch, aber da haben mich die FanFiktions nie so richtig interessiert. Hauptsächlich war ich immer noch im One Piece Fandom unterwegs. 

2012 war ich nur sehr selten aktiv auf der Seite unterwegs. Dann aber auch bei Star Trek Voyager und Stargate Atlantis. 2013 wechselte ich dann zu Star Wars, was jahrelang dann mein zu Hause war. Besonders 2015 war ich dort sehr aktiv. Aber zum Ende des Jahres hin, fühlte ich mich dort einfach nicht mehr richtig wohl und zu Hause. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch meinem Gefühl nach weniger FFs hochgeladen. Und die wenigen die hochgeladen wurden, besaßen keine wirkliche Qualität, insbesondere was Rechtschreibung und Zeichensetzung anging. Rückmeldungen waren auch recht selten, wenn man nicht gerade zu TCW oder dem neuerschienen Star Wars Film schrieb.
Etwa um die Zeit rum entdeckte ich dann auch Love Live: School Idol Project. Ein Anime, der ziemlich aus meinen sonstigen Vorlieben heraussticht, aber er ist sehr süß gemacht. Die Geschichte ist schön, die Lieder auch und auch die Charaktere haben es mir angetan. In diesem Bereich habe ich aber nie gelesen oder geschrieben.

Bei Fairy Tail, was ich schon länger kenne, war es ähnlich. Ich mag sowohl den Manga als auch den Anime sehr gerne, aber gelesen oder geschrieben habe ich nie dazu, auch wenn ich einen OC erstellt habe.

Im Februar dieses Jahres hab ich dann mal aus Langeweile geguckt, wie weit One Piece mittlerweile eigentlich ist. Ja, dann war es so, dass die Story auf einmal wieder so spannend wurde und an Fahrt aufnahm, dass ich nicht anders konnte, als alles aufzuholen, was ich verpasst hatte.
Seit dem bin ich wieder voll drin und fühle mich dort zu Hause. Es prasseln ständig neue Ideen auf mich ein und ich habe auch seit langem mal wieder wirklich Spaß am Schreiben. Erstaunlicherweise ist es mir im One Piece Fandom auch recht egal, dass ich auf meinen neusten OS so gar keine Reaktion bekommen habe.
Momentan arbeite ich da auch an mehreren Projekten, die mir wirklich Spaß machen, und fangirle verdammt gerne Trafalgar Law.

Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass ich was FanFiktion betrifft endlich wieder zu Hause bin. Dort fing das große Abenteuer für mich an und hierhin bin ich wieder zurückgekehrt.
Die anderen Fandoms sind nicht ganz vergessen, aber dort macht es mir im Moment einfach keinen Spaß.

Montag, 21. März 2016

Erinnerung


Dieser Eintrag wird die meisten vermutlich eher weniger interessieren, aber ich musste es jetzt einfach aufschreiben.



Als ich vor ein paar Tagen nachts wach lag, habe ich einfach auf Twitter den Hashtag beHindernisse noch einmal durchgelesen.

Ich selber habe auch einmal unter dem Hashtag getwittert. In diesem ging es darum, dass meine Oma damals keine Pflegestufe bekam, obwohl sie sich kaum noch bewegen konnte. Sie war an Krebs erkrankt. Brust- und Lungenkrebs. Es war ihre dritte Brustkrebserkrankung und wäre es nur bei dieser geblieben, würde sie wohl noch leben. Der Lungenkrebs kam erst etwas später dazu, sorgte aber dann ständig dafür, dass sie Wasser in Armen, Beinen und der Lunge hatte.

Nach Ablehnung der Pflegestufe, war er für uns ein Problem, ihr zu helfen, da Oma rund 250km entfernt wohnte. Glücklicherweise hatte sie eine nette Nachbarin, die ausgebildete Altenpflegerin war, die ihr dann Getränke geholt hat und auch mal für sie einkaufen war. Oma hatte leider nicht wirklich gute Worte für sie, was aber wohl mehr daran lag, dass sie nie Hilfe annehmen wollte. In ihrer Kindheit wurde ihr beigebracht, dass Hilfe annehmen ein Zeichen von Schwäche ist. Bis zum Schluss wollte sie keine Hilfe haben und besonders Mama litt darunter, wenn Oma sie dann anschnauzte, dass sie etwas nicht richtig gemacht hatte. Die Wohnung war total sauber, aber Oma war sauer, weil Mama in der falschen Reihenfolge geputzt hatte.

Jedenfalls bekam Oma nicht einmal dann eine Pflegestufe, als sie im Prinzip nur noch bettlägerig war und keine zwei Schritte gehen konnte, ohne direkt außer Atem zu sein.

Auch die Oma einer Freundin bekam erst eine Pflegestufe, nachdem sie einen Schlaganfall hatte und halbseitig gelähmt war. Sie war vorher auch nicht gut zu Fuß unterwegs. Aber der erste Versuch eines Pflegeantrags wurde mit der gleichen Begründung wie bei meiner Oma abgelehnt: Sie kann ja noch alles.

Zurzeit ist meine noch verbliebene Oma wegen zu hohem Blutdruck im Krankenhaus, soll bald aber auch schon wieder entlassen werden.

Letztes Jahr stürzte sie auf unserer Terrasse und verletzte sich leicht am Hinterkopf. Die Wunde verheilte sehr gut und danach lief Oma auch wie gewohnt rum, nur die Treppe an der Terrasse mied sie. Etwa einen Monat wieder stürzte sie in ihrer Wohnung, weil ihr schwindelig geworden war. Wir riefen den Krankenwagen, aber die hielten es nicht für nötig sie mitzunehmen. Eine zweifelhafte Entscheidung bei einer 92-jährigen, die gerade gestürzt war.

Zwei Tage später ging sie dann mit Schmerzen im unteren Rücken und am Ellenbogen zu ihrem Hausarzt. Der tat zwar nicht viel, machte aber wenigstens eine Überweisung fürs Krankenhaus fertig. Steißbeinprellung stellte sich dann später heraus. Den nächsten Tag brachte ich Oma zum Krankenhaus.

Zwischendurch im Krankenhaus gab es dann den Moment, dass Oma nicht mehr sprechen konnte und kurzzeitig ihre linke Seite gelähmt war. Unser Verdacht fiel dann direkt auf einen Schlaganfall. Auch Oma dachte, dass sie einen hätte. Erst etliche Tage später, sagten die Ärzte Oma dann, dass es kein Schlaganfall war, sondern Durchblutungsstörungen die Ursache waren. Der Gedanke an einen Schlaganfall hat Oma aber ganz schön zugesetzt und sie konnte auch nicht verstehen, dass ihr keiner das direkt gesagt hat.

Es war das erste Mal, dass ich Oma habe weinen sehen. Sie war einfach so fertig mit den Nerven. Insbesonders, weil es sie an ihren Mann erinnerte, der zwei Monate vor meiner Geburt an einem Schlaganfall starb. Ich kann sie da sehr gut verstehen. Würde mir etwas ähnliches passieren, würde ich auch wissen wollen, ob es jetzt das war, was man dachte.

Als Oma dann wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurde, war sie sehr wackelig auf den Beinen und nahm auch in ihrer Wohnung überall ihren Stock mithin, da der Rollator leider nicht in die enge Wohnung passte.

Das Krankenhau organisierte auch, dass zumindest morgens und abends ein Pflegedienst vorbeikommt, der Oma beim Blutzucker messen hilft – eine Tätigkeit, die sie problemlos noch alleine schafft. Der Antrag auf Pflegestufe wurde auch wieder mit der Begründung oben abgelehnt.

Da Omas Wohnung nur über eine recht steile Treppe zu erreichen ist, versorgten wir sie den ersten Monat mit allem, was sie brauchte. Erst nach diesem Monat traute sie sich auch überhaupt wieder zu runter zu kommen. Mit Hilfe konnte sie dann runter in den Garten und dort unter Aufsicht ein paar Runden mit dem Rollator drehen.

Eine Zeit war es dann okay, aber vor etwa drei Wochen bekam Oma sehr hohen Blutdruck. Der erste Wert war fast ganztägig über 200. Der Schwindel kam auch etwas wieder und ihr Hausarzt tat nichts. Gestern brachte Papa Oma wieder ins Krankenhaus und hoffentlich wird dann endlich rausgefunden, woher dieser verdammt hohe Wert kommt.

Was da auf jeden Fall mit reingespielt hat, ist ein Streit zwischen Oma und Papas Bruder. Letztendlich hat sich mein Onkel dann komplett von Oma abgewandt und auch jeglichen Kontakt auf der Stelle abgebrochen. Und das nur, weil Oma sich nicht entmündigen lassen wollte.

Zwischen Omas Krankenhausaufenthalten ist dann auch noch unser ältester Ziegensittich, Ziege, verstorben. Einen Tag nach Weihnachten. Eine zusätzliche Belastung noch in der Zeit.

Wenn man sich dann auch noch ansieht, wie viele Schauspieler in den letzten Monaten gestorben sind …

Insgesamt waren es keine besonders guten letzten Monate.

Montag, 1. Februar 2016

Otto auf großer Fahrt



Hallo ihr Federlosen!
Ich bin Otto, ein 15 Jahre alter Nymphensittich und lebe in einer großen Außenvoliere.
Durch eine Verletzung am Flügel kann ich leider nicht mehr fliegen, wenn dann nur kurze Strecken und kontinuierlich bergarb.
Aber ich komme kletternd ganz gut durchs Leben und kriege immer eine Kolbenhirse wenn ich möchte.

Mein Abenteuer begann, als ein paar böse Sittiche meinten, sie müssten auf mir rumhacken. Das war gar nicht schön und am Kopf werde ich wohl auch nie wieder Federn bekommen, aber ich hatte ja vorher eh schon eine Glatze.

Meine Besitzer fanden das auch nicht so toll, was die anderen da gemacht haben und verfrachteten mich kurzerhand in einen kleinen Käfig und nahmen mich mit ins Warme Haus.
Hier lasse ich es mir jetzt richtig gut gehen. Ständig kriege ich einen neuen Kolben, den ich in kürzester Zeit verputze und auch darf ich den Käfig ab und zu verlassen und werde dann gekrault.

Zuerst wurde ich per Handtaxi immer nur im Wohnzimmer herum getragen und durfte auf der Couch sitzen, wo ich dann gekrault wurde, wann immer ich den Kopf auf den Untergrund legte. Da wurde ich dann auch zwischen den Federlosen hin und her gereicht, sodass jeder mal kraulte. Was ein Luxus.
Haben die draußen nicht :P

Mittlerweile nimmt mich eine Federlose aber auch mit in ihr Zimmer und lässt mich auf ihrem Tisch rumspazieren. Sogar Futter kriege ich dann. Aber aus irgendeinem Grund fand sie das nicht so toll. Ich weiß gar nicht, was sie hat …
Das war vor zwei Tagen.


Heute durfte ich aber auch wieder mit hoch. Und die hat da einfach so Reißverschlüsse rumliegen. Das macht so Spaß mit denen zu spielen! Das könnte ich den ganzen Tag machen. Aber Reißverschlüsse an Jacken sind noch toller. Aber auch das fand die Federlose nicht so toll.
Auch hatte sie einen Teller mit Essen. Bratwurst und Pommes mit Mayo. Jedoch wollte sie mich nicht probieren lassen! Das war gemein. ich wollte doch nur einmal. Dafür bin ich ihr dann wenigstens voll durchs Essen gelaufen. Hat sie halt davon!
 
Naja, hab dann erst mal auf ihrem Arm geschlafen. Leider hat sie mich dann wieder in den Käfig gebracht. Ihr könnt mir glauben, dass ich das nicht toll fand. Und die wollte mich auch nicht wieder rauslassen! Da hab ich erst mal angefangen zu zetern. Das geht ja wohl gar nicht, mich einfach in den Käfig setzen und alleine lassen!

Aber jetzt bin ich doch wieder draußen und darf wieder auf dem Tisch rumrennen. Da liegen auch immer noch die Reißverschlüsse. So toll! Und wenn ich dann doch mal einen runterwerfen sollte, dann wird der direkt wieder aufgehoben.


Dienstag, 15. Dezember 2015

Trailer

Morgen läuft Star Wars: Das Erwachen der Macht in den deutschen Kinos an. Viele sind jetzt schon total aufgeregt und aus dem Häuschen. Der Film brach schon im Kartenvorverkauf einige Rekorde.
Ich gehöre zu den wenigen, die absolut nicht von dem Hype gepackt wurden. Die Trailer lösten bei mir kaum eine Regung aus. Man kriegt ein paar nette Bilder zu sehen, aber sonst? Nach dem Trailer wusste ich nicht, worum es geht, verspürte aber auch nicht das Bedürfnis es unbedingt erfahren zu müssen.

Was ich hingegen beim Trailer dachte war: "Der Falke sieht viel zu neu aus!"
Zudem gefällt mir auch das Lichtschwert Design von Kylo Ren nicht. Meiner Meinung nach passt es einfach nicht.

Mit fehlen in dem Trailer einfach richtige Handlungshäppchen, die Lust auf mehr machen. Es gab zwar immer wieder mögliche Handlungen im Internet zu lesen, aber diese klangen alle sehr 08/15.
Den Film werde ich mit trotz meiner Zweifel angucken. Mal abwarten, wie er wirklich ist.

Außerdem kam gestern (?) der Trailer zu Star Trek Beyond raus. Auch dieser Trailer konnte mich nicht wirklich überzeugen. Viel Action, hektische Kameraführung und nur wenig Story.

Eine lustige Stelle gab es dann doch im Trailer. Pille freut sich nicht allein sterben zu müssen und dann wird Spock einfach weggebeamt. Aber auch hier erstmal abwarten, was weitere Trailer zeigen werden. Bis der Film rauskommt dauert es ja auch noch bis Ende Juli.